#7 - Gertrude Ederle

Shownotes

Sie war erst 19 Jahre alt, als sie bei den Olympischen Spielen antrat – und nur wenige Jahre später gelang ihr etwas, das zuvor noch keiner Frau gelungen war.

In dieser Folge erzählen wir die Geschichte einer außergewöhnlichen Sportlerin, die sich gegen gesellschaftliche Erwartungen und Zweifler behauptete. Es geht um Ederles Familie, ihre frühen Erfolge im Schwimmsport, ihren Weg zu den Olympischen Spielen und schließlich um die dramatische Überquerung des Meeres. Aber auch darum, was ihr Erfolg für Frauen im Sport bedeutete – und warum ihr Name bis heute für Mut, Ausdauer und den Willen steht, sich nicht sagen zu lassen, was unmöglich ist.

Transkript anzeigen

00:00:07: Irgendwo im Ärmelkanal zwischen Frankreich und England.

00:00:11: Eine zwanzigjährige Amerikanerin kämpft gegen das Meer.

00:00:14: Das Wasser ist kalt, die Strömung stark Die Wellen schlagen hier ins Gesicht.

00:00:19: Unter ihr liegt nur das dunkle Wasser Und die unendliche Tiefe Vor ihr... ...die englische Küste

00:00:39: Ein wunderschön.

00:00:40: Da sind wir wieder Mit einer neuen Folge Sport erzählt.

00:00:45: Mein Name ist Mats.

00:00:46: Mir ging über wieder der Tom.

00:00:47: Das ist jetzt schon Folge Sieben.

00:00:50: Geil, oder?

00:00:50: Wie die Zeit vergeht.

00:00:51: Es rennt!

00:00:52: Wir haben jetzt auch Instagram-Kanal geöffnet und wir haben schon zehn Follower.

00:00:56: wirklich unglaublich wie unsere Community da wächst.

00:01:00: Das ist brutal ja.

00:01:02: Also es ist brutal... Die ganze Welt hat drauf gewartet.

00:01:05: Ja, ich finde wieder eine geile Geschichte aus einer ganz anderen Zeit wieder.

00:01:10: Und wen haben wir heute?

00:01:12: Heute

00:01:12: geht es um Gertrude Ederle.

00:01:18: beeindruckende Geschichte, eine beeindruckend Leistung auch.

00:01:22: Krasse Frau!

00:01:22: Und

00:01:23: wir wollen euch jetzt nicht zu sehr auf die Folter spannen sondern fangen direkt an und wie immer wünschen wir euch viel Spaß mit der Folge.

00:01:37: New York City, Ninzehundertfünf.

00:01:39: dort wird am Dreizwanzigsten Oktober Gertrude Karolin Ederle geboren.

00:01:45: ihre Eltern sind deutsche Einwanderer.

00:01:47: Die Familie betreibt in New York eine Metzgerei in Manhattan und führt erst mal ein Leben, was eigentlich nichts mit Ruhm oder sportlichen Erfolgen großartig zu tun hat.

00:01:57: Getrude wird von ihrer Familie meistens Trudy genannt und wächst dort mit mehreren Geschwistern auf.

00:02:03: Genau!

00:02:03: Sie hat zwei ältere Schwestern Helen und Margaret... ...und drei jüngere Geschwisters George Emma und Henry

00:02:10: Jr.,

00:02:11: die Eltern hießen Henry Und Gertrude Anna-Ederle, das war eine geborene Haberstroh.

00:02:17: Das sind der deutscher Name natürlich auch.

00:02:21: Die Metzgerei die sie hatten hieß Ederle Brothers Meats wurde aber bei den Amis einfach Ederle Putschershop genannt.

00:02:30: New York ist damals schon nicht nur heute sondern damals auch schon in sehr lautes Stadt.

00:02:35: Dicht bevölkert voller Menschen die aus aller Welt dahin gekommen sind um sich ein neues Leben aufzubauen.

00:02:41: Und ja, dort erfährt Trudy erst mal das Leben jetzt auch nicht immer wunderbar läuft.

00:02:47: Sondern sie erkrankt relativ früh wie viele Kinder damals an Masern mit fünf Jahren und diese Krankheit hat bei ihr auch spät folgen und ihr Gehör wird dadurch dauerhaft geschädigt.

00:03:02: Da wird sie ausdrücklich davor gewarnt dass sie tatsächlich nicht zu viel Zeit im Wasser verbringen soll da Wasser im Ohr wirklich Probleme verursachen kann und diese Krankheit verschlimmern.

00:03:14: Und auch im schlimmsten Fall sogar zu vollständiger Taubheit führen kann.

00:03:18: Das ist natürlich erst mal für so ein kleines Kind nicht so cool, das muss man sagen.

00:03:23: Ihre Familie verbringt dann die Sommer meistens in New Jersey... ...und dort am Wasser passiert aber dann natürlich das was man auch verstehen kann bei Kleinkindern.

00:03:32: Trudy möchte natürlich schwimmen lernen!

00:03:35: Sie will das unbedingt.

00:03:37: Ihr Vater bringt ihr dann in der Zeit auch die ersten Bewegungen bei und sie lernt das ein bisschen, dass schwimmen.

00:03:42: Und die kleine Trudy entwickelt sich sehr schnell... ...und das Wasser scheint ihr zu liegen!

00:03:47: Sie ist relativ kräftig, es ist ausdauernd und ja, sie ist sehr hartnäckig.

00:03:52: Also sie hat dann wohl wirklich immer wieder versucht, sie wollte immer weitermachen, immer weiter, er ist immer wieder ins Wasser, wollte immer besser schwimmen.. ..und wenn's nicht funktioniert hat, dann hat sie halt immer, ist sie immer wieder hingegangen gesagt okay, weitermache, weitemache, Und als sie dann später Teenagerin wird, beginnt sich dann tatsächlich das Schwimmen ernsthafter zu trainieren.

00:04:12: Man muss immer wieder dazusagen also obwohl die Ärzte ihr halt gesagt haben geh besser nicht ins Wasser und das müssen die Eltern ja auch erst mal mitmachen.

00:04:20: Das ist ja schon relativ beachtlich dass man das dann trotzdem so durchgezogen hat.

00:04:25: Und

00:04:26: zu dieser Zeit ist Leistungssport für Mädchen oder auch für Frauen alles andere als selbstverständlich.

00:04:35: Ja, wir gut.

00:04:35: Wir haben die Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts.

00:04:39: Da gibt es immer noch dieses gesellschaftliche Rollenbild das die primäre Erwartung von Frauen war den Haushalt zu machen und sich um die Familie zu kümmern.

00:04:48: Und Ärgerheit-Siegeswille in Wettkämpfen vor allem geilten damals als unweiblich und unsidlich.

00:04:55: Also schon echt krass!

00:04:57: Dann gab's auch noch medizinische Vorurteile.

00:05:00: Ärzte und auch viele Leute in der Öffentlichkeit waren der Auffassung, dass intensiver Sport oder extreme körperliche Anstrengungen dem weiblichen Körper schaden würde.

00:05:10: Ja klar!

00:05:11: Also da kann man sich nicht vorstellen.

00:05:14: also die haben immer wieder eine Leistungsfähigkeit der Frauen gezweifelt.

00:05:19: Frauen wurden einfach keine physischen Höchstleistung zugetraut.

00:05:24: Ja, ist komplett Panne.

00:05:25: Wenn man sich das mal so vor Augen führt wie dann ein kleines Mädchen da ist und die möchte einfach irgendein Sport machen egal welchen Sport

00:05:31: jetzt... Und sie darf gar keine Ärgerheit sind oder Sieges will also entwickeln weil es unsichtlich ist?

00:05:35: Ja

00:05:35: was einschafft denn?

00:05:37: und dann musst du dir das ja auch wirklich wenn man sich da reinversetzt.

00:05:40: das ist ja wirklich wenn du das im Alltag erlebst als kleines Mädchen ist das ja echt wirklich einfach scheiße.

00:05:46: Ja, du möchtest das machen und dann wirst immer komisch angeschaut.

00:05:49: Und dann ja guck mal die wie komisch ist die denn?

00:05:52: Die macht gar nicht das.

00:05:53: Wenn

00:05:53: du keine Ahnung jetzt mehr Fußball spielst oder so und schießt ein Tor und freust dich oder wenn du willst unbedingt gewinnen und dann wird alles immer gesagt.

00:05:59: Nee, es ist falsch.

00:06:00: Das darfst du nicht.

00:06:01: Du bist ein Mädchen.

00:06:02: Ja, das ist spawnlos.

00:06:04: Ja völliger Quatsch!

00:06:05: Und du kämpfst ja dann auch nicht immer nur gegen deine Konkurrentin.

00:06:08: Also wenn du jetzt selbst, wenn du da irgendwie diesen Mut hast oder diesen Schritt machst, dass du in so ein Leistungsbereich gehst?

00:06:13: Du kämpftest ja nicht immer noch gegen deine... Nein,

00:06:15: gegen die ganze Öffentlichkeit!

00:06:16: Genau, du käppst gegen alle.

00:06:18: Die gesamte gesellschaftliche Vorstellung davon was Frauen angeblich können oder auch nicht, was die Gesellschaft da besonders schlau festgelegt hat und ihr werdet ja im Endeffekt dann immer so ein bisschen vermittelt lasst das besser und versucht es erst gar nicht.

00:06:31: Das ist Quatsch aber sie die edale kümmert das halt nicht so wirklich.

00:06:36: und mit zwölf jahren, tritt sie dann der women's swimming associate association bei in new york.

00:06:44: Und dort trifft sie dann zum ersten mal auf professionelle trainingsmethoden und auch andere junge medels die genauso ehrgeizig sind wie sie und dass kann ich mir vorstellen bestärkt natürlich dann auch noch mal so ein bisschen oder wahrscheinlich sogar immens, wenn du zum ersten Mal irgendwie in so einen Umfeld kommst.

00:07:00: Die sind anscheinend genauso komisch wie ich und die wollen das auch machen.

00:07:04: Dann fühlt man sich wahrscheinlich nicht mehr ganz allein.

00:07:07: Und sie entwickelt sich da sehr rasant, sehr schnell und eine ganz entscheidende Rolle da.

00:07:12: in ihrer Entwicklung spielt damals noch der vergleichsweise neue American Crawl.

00:07:17: also die haben dann zum ersten mal glaube ich sind die Kraul geschwommen Kraulschwimmen, das kennen von uns natürlich alle wie es heutzutage aussieht.

00:07:24: Aber damals zu der Zeit war das halt eine Neuheit und damit haben nicht viele gemacht.

00:07:30: Sie hat sich aber dafür entschieden und diese Technik ist gerade für lange Strecken körperlich relativ fordant.

00:07:38: Jetzt hoffe ich kriegen wir nicht einen auf die Mütze von Leuten, die wirklich Ahnung vom Schwimmen haben.

00:07:45: Wir haben uns zumindest so informiert!

00:07:48: Ja, und schon als Teenager beginnt sie dann Rekorde aufzustellen.

00:07:53: Und zwar den ersten Rekord sogar.

00:07:55: ein Weltrekord, den Sie ausstellt ist im Jahr neunzehnt zwölf Jahre alt.

00:08:01: Da bricht sich ein Weltkord über achtundachtzig jahrs im Freistil und ist damit zu dem Zeitpunkt die jüngste Weltrekorthalterin im Schwimmen.

00:08:09: Neunzehnundzwanzig da ist sie dann fünfzehn Jahre alt stellt sie ihren ersten offiziellen US-National rekordauf Und ein Jahr später bricht sie bei nur einem freies Zielrennen über fünfhundert Metern Sieben verschiedene Zwischenstreckenrekorde und stellt damit dann sieben Weltrekorde auf einmal aus.

00:08:33: Also völlig verrückt!

00:08:35: In ihren Jugendjahren hält sie neunundzwanzig nationale US- und Weltrekorde über die Strecken von hundert bis fünfundund Metern.

00:08:44: Du stellst dir sicher die Frage, ob es jetzt nur im Jugendbereich war?

00:08:48: Nein.

00:08:48: Ja ich hätte

00:08:49: dich jetzt sofort gefragt.

00:08:50: Also ist das der Jugendbereich oder ist das...

00:08:53: Das ist in der wachsenden Bereich.

00:08:54: Das ist ja als Games.

00:08:56: Ja bis sie halt so neunzehn Jahre alt ist.

00:08:58: Aber die hat ja mit zwölf angefangen.

00:09:00: In ihrer Kindheit Jugend schon alles quasi wegrasiert was irgendwie geht.

00:09:05: Genau!

00:09:07: Das is krass und für Sie rückt natürlich dann auch das Ziel näher dass sie zu Olympia möchte.

00:09:16: Und in den letzten Jahren finden diese Spiele in Paris statt.

00:09:21: Gertrude Ederle ist zu dem Zeitpunkt achtzehn Jahre alt und sie reist nach Europa als eine der größten Hoffnungen des amerikanischen Schwimmsports.

00:09:31: Für Gerthude ist das die größte Bühne, auf der sie bisher teilgenommen hat – die größste Bühnen ihrer Karriere bisher Und sie ist natürlich trotzdem keine Unbekannte.

00:09:40: Diese ganzen Rekorde, die du gerade genannt hast, sind natürlich auch nicht unbemerkt geblieben!

00:09:44: Das ist ja klar und entsprechend groß sind die Erwartungen der Menschen an Sie.

00:09:48: Sie soll halt dort Medaillen holen am besten soll sie goldene Medaille holen.

00:09:53: Schon direkt wieder Druck ne?

00:09:54: Ja

00:09:54: immer Druck aber gut.

00:09:56: Den hast du ne?

00:09:57: Pressure is a privilege da kommen wir nicht drum rum dann.

00:10:00: Wow, jetzt

00:10:01: ist es auch noch weise.

00:10:02: Yes

00:10:03: so wo hängt das?

00:10:04: Weißt Du Sackes?

00:10:05: Dein News Open

00:10:09: Edale tritt bei den Olympischen Spielen dort in mehreren Freistildisziplinen an.

00:10:14: Über hundert Meter gehört sie zu den Favoriteln, auch über vierhundert Meter werden ihr sehr große Chancen eingeräumt.

00:10:20: doch in den Einzelrennen läuft es dann für Sie dort nicht ganz so wie er hofft!

00:10:25: Sie gewinnt über hundert Metafreistilbranche und über vierhundert Meter ebenfalls Brosse.

00:10:31: Und fast jede achtzehnjährige wäre ja jetzt in dem Fall eigentlich... Was heisst

00:10:34: jeder achtzehnte, jeder Sportler?

00:10:36: Wenn man eigentlich jetzt unterholst eine Medaille für den Land zwei Stück ist erst mal gut.

00:10:41: Sollte man eigentlich meinen könnte man vielleicht auch doch mit zufrieden sein wenn er zum ersten Mal irgendwie eine medaille mit nach Hause bringt.

00:10:47: aber sie muss wohl sehr unzufrieden gewesen sein.

00:10:49: damals.

00:10:51: und dann kommt die viermal hundert Meter Freistil Staffel.

00:10:56: Und dort gemeinsam mit ihren amerikanischen Team-Kolleginnen zeigt ihr, warum die USA zu den stärksten Schwimmnationen der Welt gehören.

00:11:03: Denn da gewinnt das Team Gold und zwar auch nicht irgendwie, sondern die Amerikaner stellen dabei einen neuen Weltrekord auf.

00:11:11: Genau!

00:11:11: Das ist die erste Fondschache, die es schafft unter fünf Minuten zu bleiben, die der Weltrekorde damals war dann vier Minuten, achtundfünfzig, acht Minuten.

00:11:21: Ja,

00:11:22: d.h.,

00:11:22: sie fährt nach Hause mit einmal Gold Und zweimal Branche ist erstmal sehr respektabel, auch wenn sie das anscheinlich gesehen hat.

00:11:31: Ihr fragt euch natürlich wahrscheinlich jetzt ist die Geschichte jetzt schon vorbei.

00:11:35: warum erzählen wir euch das alles?

00:11:36: ja weil das sind ja eigentlich schon so die größten Erfolge die man im Sport eigentlich erreichen kann wenn man aus dem Schwimm Sport kommt.

00:11:43: Ja aber das ist bei weitem nicht alles an dieser Geschichte denn jetzt geht es erst so richtig los mit dem was sie davor hat.

00:11:51: Ja, wie schon erwähnt eigentlich müsste das aus Paris jetzt irgendwie der größte Trümpf ihres jungen Lebens sein.

00:11:57: Aber sie fährt halt dann nach Hause mit dem Gefühl ne also irgendwie das war nicht so dass gelbe vom Ei ich bin da irgendwie mit unzufrieden mein... Ich habe meinen Leistungsvermögen eigentlich hier gar nicht abgerufen.

00:12:10: und diese Unzufriedenerheit übrigens die muss auch relativ typisch für Sie gewesen sein.

00:12:14: Also die muss wohl immer sehr selbstkritisch gewesen sein.

00:12:17: Ich habe sie jetzt persönlich nie kennengelernt, ne?

00:12:19: Wir können das auch nur nachlesen.

00:12:22: Auf jeden Fall nach den olympischen Spielen kehrt sich dann in die Vereinigten Staaten zurück und die könnte sich natürlich weiterhin auf kürzere Rennen konzentrieren und versuchen weitere Medaillen zu sammeln oder irgendwelche Rekorde in Schwimmbäcken aufzustellen und sich da selber zu verbessern und zu verwirklichen.

00:12:38: aber somit der Zeit interessiert es sich immer mehr für eine ganz andere Art des Schwimmens und zwar nicht mehr im becken, sondern sie möchte raus ins offene Wasser.

00:12:53: Also nicht mehr irgendwie hundert Meter oder vierhundert Meter schwimmen, sondern Sie möchten tatsächlich ganze Kilometer schwimmen und Sie möchtet das im offenen Wassertun.

00:13:01: Aber wie kommt sie?

00:13:03: Wie ist sie denn darauf gekommen dass sie dann auf einmal so einen Wechsel vornimmt?

00:13:08: Ja gut ein Grund wird gewesen sein, dass sie das Olympia wieder schon gesagt hat es war für sie eine Enttäuschung Und ja, hört sich krass an.

00:13:17: Aber auch für die US-Medien war es wohl eine Enttäuschung und die wollte dann noch eine größere Herausforderung haben.

00:13:27: Das Schwimmen hat sie gelernt im Atlantik und im Flüssen nahe der Sommerhaus in ihrer Familie New Jersey.

00:13:33: Da hat sie das Schwimmen gelernt.

00:13:35: von klein auf ist sie an Strömungen gewöhnt, an Wellen, an kaltes Wasser und sie fühlt sich einfach sehr wohl im offenen Meer.

00:13:43: Das wären die beiden Gründe, die mir jetzt so einfallen.

00:13:46: Warum sie auf diese ja trotzdem sehr verrückte Idee kommt?

00:13:50: Ist schon also das ist wirklich also immer wieder anscheinend immer wieder irgendwas Neues suchen irgendwie noch einen neuen Reiz was anderes

00:13:57: größer.

00:13:58: Ja echt also spektakulär was sie da macht.

00:14:03: und im Sommer neunzehntundzwanzig nimmt sie vorerst eine Strecke in Angriff, die dann wirklich auch allen zeigt dass sie das Tod ernst meint mit diesem langen Strecken schwimmen.

00:14:13: Sie nimmt an einer Strecke teil, sie schwimmt von Manhattan bis Sandy Hook in New Jersey.

00:14:19: Das sind mehr als zwanzig Meilen durch.

00:14:20: die Gewässer rund um New York und Ederle bewältigt die Streckel in gut sieben Stunden und verbessert die bestehende Bestzeit dieser Streckeln sehr deutlich.

00:14:31: Ja das ist als Frau ne?

00:14:31: Die können ja angeblich

00:14:33: gar nichts.

00:14:33: Genau genau!

00:14:33: Und das als Frau.

00:14:34: Das ist immer wieder wichtig und man muss noch dazu...sie darf wir eigentlich gar keine Zeit im Wasser verbringen Weil sie hat ja den Hörschaden, hat's ja immer noch.

00:14:42: Ist ja nicht so, dass die Ärzte ihr irgendwann mal eine Empfehlung gegeben hätten und gesagt haben, jetzt kann es ins Wasser gehen ist kein

00:14:48: Problem.

00:14:49: Genau ich weiß nicht ob es da nochmal einen Unterschied zwischen Salz- und Süßwasser gibt.

00:14:52: das weiß ich jetzt nicht, ob das ein Unterschied ist wenn du jetzt da irgendwas machst.

00:14:56: aber trotzdem muss man immer wieder kurz erwähnen.

00:15:01: Aber diese Idee reicht dir ja auch noch nicht.

00:15:04: Sie hat den Rekord aufwieder gebrochen

00:15:12: Und sie möchte auf der anderen Seite des Atlantiks eine weitere Strecke schwimmen, die als einer der größten Herausforderungen des Schwimmsports gilt.

00:15:22: Nämlich den Ärmelkanal zu durchqueren!

00:15:27: Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

00:15:29: D.h.,

00:15:31: du schwimmst durch den Ärmelkanal von Frankreich nach England.

00:15:41: Ja, mache ich morgen auch.

00:15:43: Tom... Ich kann nicht schwimmen!

00:15:47: Das stimmt nicht?

00:15:49: Auf die Idee würde kein normaler Mensch kommen.

00:15:52: Also

00:15:52: sie will jetzt durch den Ärmelkanal schwimmen und es gibt zu der damaligen Zeit ein paar Männer, die das geschafft

00:16:00: haben.

00:16:02: fünf Männer.

00:16:03: Fünf Männer haben das nicht mehr, ne?

00:16:05: Es sind fünf Männer ganz viele andere haben es aber versucht und sind auch ganz viele gescheitert.

00:16:09: Ja,

00:16:09: sie haben fünf geschafft seit der Zeit

00:16:12: unter anderem ihr erster Coach Aber da kommen wir gleich noch zu.

00:16:17: Und eine Frau hat's aber noch nie geschafft so und Sie beschließt dann für sich sie will die erste frau sein.

00:16:23: dies schafft durch den ärmelkanal Zu schwimmen.

00:16:26: und wenn man sich jetzt diesen ärmel kanal mal auf der landkarte ansieht dann sieht ja Wenn du den jetzt so vor dir hast, sieht der erst mal relativ harmlos aus.

00:16:33: Aber das sind rund... ...Rund dreißig Kilometer Luftlinie und klar okay.

00:16:39: wenn ich jetzt sagen wir fahren einen Schiff dann würde ich sagen ja fahre ich da rüber ist gut oder vielleicht ein Segelbrot?

00:16:44: keine Ahnung falls ich auch nicht euch das schon machen würde.

00:16:48: aber für Menschen im Wasser ist es halt eine ganz andere Dimension.

00:16:51: Und vor allen Dingen du schwimmst ja nicht nur vier drei Kilometer sondern mit den Gezeiten das ist ja auch noch... Da erzählst du später auch noch was zu.

00:16:58: Das ist ja auch noch ein bisschen anders.

00:16:59: Du schwimmst immer ein bisschen mehr, was heißt ein bisschen und für Schwimmer ist die eigentliche Gefahr in dem ist das eigentlich das Wasser selber weil diese starken Gezeitenströmungen drücken den Körper halt immer wieder weg.

00:17:17: Das Wasser ist wirklich kalt der Wind kann innerhalb kürzester Zeit sehr hohe Wellen aufbauen Englische Küste bereits sichtbar ist.

00:17:28: Also selbst wenn du dann so weit bist, dass du die englische Küste irgendwie siehst Dann kann die Strömung dich halt immer noch kilometerweit an deinem Ziel irgendwie vorbeitragen und Die kürzeste Entfernung zwischen zwei Ländern wird dadurch zu einer Strecke deren tatsächliche Länge halt auch kaum Vorstellbar.

00:17:46: also kommen vorher zu sehen ist so richtig Du weißt da nicht genau wie lange schwimm ich eigentlich.

00:17:52: Also du kannst das jetzt nicht genau takten auf ein Kilometer, sondern du musst da wirklich irgendwie schwimmen und durchhalten bis du halt wirklich dann mit deinen Füßen im Sand stehst.

00:18:00: Und ja wie schon erwähnt, bis neunzehntfünfundzwanzig ist die Liste erfolgreicher Kandidaten, die das also abgeschlossen haben und dann da ihre Füße auf den Sand gesetzt haben sehr, sehr kurz.

00:18:11: Das waren alles nur Männer.

00:18:13: Der erste war der englische Kapitän Matthew Webb im Jahr achtzehnhundertfünfundsebzig Zweiundzwanzig Stunden dafür.

00:18:22: also für diese Strecke braucht er zwanzig stunden.

00:18:26: Seitdem gilt diese Durchquerung eigentlich so eine Art als ja, als Mount Everest ist.

00:18:31: Schlimmsports kann man eigentlich fast sagen.

00:18:34: Es hat ein Riesentest für deine Ausdauer, für deine Kälte resistanz und vor allem natürlich auch für deine Birne.

00:18:40: Ja weil ich kann mir vorstellen irgendwann fängst du halt schon fängts ganz gut da oben an zu rotieren und vielleicht auch jetzt ganz schön wieder ins Boot zurückzugehen Als mich hier weiter im kalten Wasser abzustrampeln.

00:18:52: Und gerade zu dieser Zeit scheint diese Herausforderung halt in den Augen ganz vielerzeit genossen, einfach nicht machbar für eine Frau.

00:19:01: Die sagen halt das funktioniert nicht, dass geht nicht Das kann eine Frau gar nicht schaffen.

00:19:06: In den zwanziger Jahren wird auch ernsthaft noch darüber diskutiert ob Frauen zur extremen Ausdauerleistungen überhaupt geeignet sind.

00:19:12: Dass das ja vorhin auch schon kurz angerissen Und das geht auch durch die Bank, egal ob Wissenschaft oder Journalismus.

00:19:19: Oder was auch immer Sportmediziner, Journalisten, Funktionäre alle äußeren Zweifel alles sagen okay Kann ja nicht ist eine Frau und sie kriegt das natürlich auch alles mit.

00:19:30: aber Sie entscheidet sich natürlich trotzdem dass zu versuchen wahrscheinlich auch angestachelt.

00:19:36: Wahrscheinlich ist hier auch einfach dann so

00:19:38: motiviert genau

00:19:38: und sagt ok den ganzen Idioten zeige ich jetzt Und es geht ja wohl gar nicht unbedingt darum, da irgendwie ein politisches Statement abzugeben.

00:19:48: Sondern sie ist in erster Linie gefühlt Schwimmerin und sie sieht für sich dann einfach die sportliche Herausforderung und sie glaubt halt an sich dass sie das schafft und dass ihr das packen kann.

00:19:57: Und automatisch dann bekommt natürlich dieser Versuch, kann man sich auch gut vorstellen eine riesige Bedeutung weil dann fängt halt an Die welter drauf zu gucken und sie hat dann natürlich da trotzdem auch wenn sie das für sich macht.

00:20:10: Hat sie da trotzdem natürlich ein in anführungsstrichen gewissen druck weil Wenn sie es schafft ist es natürlich riesig.

00:20:18: Und wenn sie es nicht schafft, dann sagen natürlich auch alle hinterher ja war ja klar Ja

00:20:23: klar ist eine frau

00:20:23: war ja klar ist ne frau funktioniert nicht.

00:20:28: Und ja sie bereitet sich vor sie trainiert dafür.

00:20:31: jetzt habe ich gedacht, wie trainiert man eigentlich für dieses Unterfangen?

00:20:35: Also wenn du trainierst du das alleine gehst du da einfach und schwimmst irgendwo im offenen Wasser.

00:20:38: Hast du da auch einen Coach für?

00:20:40: oder wie hat sie das gemacht?

00:20:42: Sie hat sich

00:20:42: ein Trainer geholt und zwar hieß der Trainer Jacob Abraham Wolff.

00:20:48: Spitznamen war Jabees.

00:20:51: Das war ein statisch-britischer Langstrecken Schwimmer und auch Schwimmtrainer Und er hatte vor allem in den ersten Jahrzehnten des zwanzigsten Jahrhunderts geilte als einer der größten Kennern des Ärmelkanals.

00:21:02: Er hat selber mehrmals versucht diesen M-Ball Kanal zu durchqueren, hat es aber nie geschafft.

00:21:08: Wie oft hat er das versucht?

00:21:09: Zweiundzwanzigmal.

00:21:10: Also mindestens.

00:21:11: Hatts auch schon ein paar mal versucht da.

00:21:14: Und der hat sie dann trainiert.

00:21:16: Okay und der hat sich dann quasi darauf vorbereitet.

00:21:18: Der war auch bei dem Versuch dabei.

00:21:20: Ja

00:21:20: okay... Als Trainer kennt er halt die Strömungen, die Kälte, die Gefahren.

00:21:26: Die beiden waren sich aber wohl auch in dieser Zeit, wo sie trainiert haben.

00:21:28: Sie waren sich nicht unbedingt immer komplett grün und die hatten auch so ein bisschen unterschiedliche Vorstellungen davon wie sie schwimmen soll.

00:21:35: weil dieser Wolf oder Wolf der bevorzugt halt eher diesen langsameren Rhythmus den sie stimmen soll.

00:21:39: Der soll ein bisschen Energie sparen das Schwimmen und sie möchte halt einfach weiter ihren schnellen Kraulschwimm obwohl das natürlich für Langstrecke eigentlich so gesehen nicht wirklich geeignet ist.

00:21:51: Und sie möchte das auf ihre Art tun.

00:21:54: Ja, der Versuch beginnt und sie schwimmt dann raus.

00:21:58: Und sie arbeitet sich dann Stunde für Stunde durch das kalte Wasser und nach ungefähr neun Stunden passiert etwas was ihren Versuch abrupt beendet.

00:22:09: Sie wirkt halt von außen relativ erschöpft und ihr Trainer Wolf glaubt dass er in Schwierigkeiten ist und er lässt einen Begleiter ins Wasser und der Mann berührt Edale vorbei, denn die Regeln bei dieser ganzen Sache sind da sehr eindeutig.

00:22:25: Jeder der das versucht, also jeder, der versucht einmal den M-Kanal zu durchqueren, der darf in dieser Zeit während er das schwimmt, während der Überquerung, dafür nicht von einer anderen Person gestützt oder auch nur berührt werden.

00:22:37: Sobald das passiert ist der Versuch wird der Versuchs für ungültig erklärt.

00:22:41: Er darf es ja irgendwo festhalten?

00:22:42: Genau, darf nichts!

00:22:43: Also ich darf eigentlich nichts berühren... Eigentlich musst du da wirklich die ganze Zeit für dich sein was ja auch schwierig ist weil du musst ja immer irgendwie so ein bisschen etwas was essen und so, ne?

00:22:53: Das ist nicht ganz so leicht.

00:22:55: Er schickt aber ihr jemanden rein der sie dann berührt weil er von außen entscheidet Nicht Sie sondern er von Außen entscheidete dass sie nicht mehr in der Lage ist weiter zu schwimmen Und sie in diesem moment ist völlig außer sich.

00:23:09: dies muss sehr sehr sauer gewesen sein das er etwas gemacht hat Weil sie behauptet später dass sie keines war kein es wie am ende ihrer kräfte gewesen ist und dass die sich lediglich im Wasser ein bisschen ausgeruht hätte auch hätte weiterschwimmen können.

00:23:21: Und ihr Coach ist aber absolut überzeugt davon, dass er richtig gehandelt hat.

00:23:25: Dass es aus seiner Sicht halt um die Sicherheit seiner Schwimmerin geht und die ginge halt vor... Ja

00:23:30: da gibt's ja mal eine sehr krasse historische Behauptung und zwar gibt es Gerüchte das der Trainer, die Gertrude vergiftet hat, ist natürlich nicht bewiesen.

00:23:40: sie hatte später auch selbst behauptet und war davon überzeugt, dass ihr Medikament in die Brühe gegeben wurde weil die die brühe hätte wohl anders geschmeckt

00:23:51: Die haben ja immer Rinderbrühe untergereicht, dass sie halt irgendwie zu Kräften kommen.

00:23:55: Ja

00:23:55: und sie hat dann gesagt, als die Brühe dann auf einmal anders geschmeckt hat... ...und sie hat sich schläfriger gefühlt und so was.

00:24:00: Und der Grund dafür wäre natürlich gewesen, dass der Jebyswulf auch irgendwo neidisch war auf sie, weil sie war eine junge Teilenteilte Schirmlerin und vielleicht wusste er das, dass ihr es schaffen könnte?

00:24:14: Und er selber hat's ja so oft versucht und nie geschafft.

00:24:19: Aber wie gesagt, es sind alles nur Conspiracy-Theories.

00:24:25: Deshalb ist das nichts davon bewiesen.

00:24:27: Sie hat mehrmals behauptet die Gertrude dass da irgendwas anders war.

00:24:32: aber wissen tun wir's nicht

00:24:34: wäre auf jeden Fall sehr sehr heftig.

00:24:37: ja

00:24:38: also es ist nicht bewiesen konnte nicht bewiesen werden ist nur ihre eigene Wahrnehmung oder Erzählung.

00:24:45: Im film wird es glaube ich so glaube ich würde so dargestellt als wenn das so gewesen wäre.

00:24:50: Ist aber nicht ganz ist nicht belegt, was in diesem moment genau passiert ist dass wir halt später unterschiedlich erzählt.

00:24:57: der coach erzählter.

00:24:58: sie erzählt dass wir werden sich rausfinden aber es ist trotzdem auf jeden fall ein interessanter seitenfakt und feststeht aber Das edale in diesen moment ihr scheitern nicht als beweis dafür akzeptiert dass ihr den kanal nicht schaffen kann sondern die sind wieder halt einfach als Motivation weiterzumachen.

00:25:15: Und sie ist jetzt erst recht überzeugt davon und das Problem für Sie in diesem ersten Versuch, den sie da unternommen hat war nicht der Ärmelkanal selber sondern dass Problem für sie war ganz klar, dass ihr Versuch beendet wurde bevor sie überhaupt selbst entscheiden konnte aufzugeben und man hatte diese Entscheidung dann wohl abgenommen und darüber war sie sehr sehr erbost.

00:25:38: so und nach ihrem ersten gescheiterten versuch von für ihren zweiten Versuch ein paar grundlegende entscheidende Dinge.

00:25:48: Wie man sich vorstellen kann, nach der ganzen Geschichte wechselt sie erst mal ihren Trainer und an die Stelle von diesem JB's Wolf tritt Thomas William Burgess.

00:25:58: Wer war das Mats?

00:26:00: Ja, denn die hatten auf jeden Fall schon viel mehr Gemeinsamkeiten weil er war nicht nur einen Langstrecken-Schimmer sondern auch wie Edale hat er bei Olympia mitgeschwommen im Jahr nineteenhundert in mehreren Schwimmdisziplinen.

00:26:11: Er hat auch versucht den Ml Kanal zu durchqueren.

00:26:15: Hat es sogar geschafft nach sechzehn Anläufen im Jahr neunzehntelf und er war erst der zweite Mensch oder Mann, weil bis dann haben sie ja nur Männer geschafft, der zweite Mann, der das überhaupt geschafft hat diesen Ml-Kanal zu durch quern.

00:26:28: Und zwar sechsunddreißig Jahre nach dem ersten dieser Kapitän Matthew Webb im Jahr achtzehnfünfundsebzig.

00:26:34: also er hat auf jeden Fall Erfahrung und er wusste auch wie sich anfühlt ihn zu durch Queren?

00:26:39: Krass, ja.

00:26:39: Und das ist genau dass diese ganzen Sachen die du jetzt gerade aufgezählt hast sind halt für Edel auch sehr wichtig.

00:26:46: und dieser Burg ist der versucht nicht aus ihr eine andere Schwimmerin zu machen sondern er akzeptiert ihren Stil.

00:26:51: Das wird wahrscheinlich dann auch etwas versöhnlicher gewesen sein für die beiden und er akzeptiert dieses schnelle Kraul-Schwimmen und diesen Rhythmus auf den Edele vertraut und diese Arztschwimme muss man auch damit sich ihre Rekorde aufgestellt hat.

00:27:08: Und er versteht vor allem, dass jeder jemanden braucht an ihrer seite der ja auch zutraut selbst zu wissen wie viel sie noch leisten kann.

00:27:15: Ja also das ist halt dass ich halt sagen wir mal dieses vertrauen mitgibt und sagt okay Du entscheidest selber ob du jetzt ich sag es jetzt mal hart ertrinkst oder nicht?

00:27:26: Ja gut aber das ist ja nichts anderes.

00:27:27: wenn du da Ich kann mir das schon, wenn du da ein Begleitpost dabei hast und du bist da drin.

00:27:32: Und du bist kurz mal irgendwie, irgendwie sieht dich einer kurz nicht oder so?

00:27:35: Und ich pack dann eine Welle und du kannst nicht mehr auf offener See.

00:27:40: Und wir sind ja auch nicht jetzt zwei tausend sechsten zwanzig, sondern wir sind neunzehnmal, ich weiß nicht wann es war, sechsundzwanzig glaube ich als sie jetzt da geschwommen ist.

00:27:48: Das ist schon krass!

00:27:50: Und während Sie sich davor bereitet auf Ihren zweiten Versuch wächst jetzt natürlich nochmal das öffentliche Interesse Diese junge amerikanische Frau, die da halt durchfüllt durch diesen Kanal und das ist halt wieder keine kleine Sportmeldung sondern es wird halt wieder rund um die Uhr darüber berichtet.

00:28:07: Die Reporter verfolgen das, sie verfolge ihre Fortschritte und die ganze Vorbereitung.

00:28:11: Ja, die können wahrscheinlich auch gar nicht glauben dass eine Frau überhaupt einmal versucht dann schafft sie's nicht.

00:28:16: Und dann hat sie aber den Willen nochmal zu versuchen diesen Ehrgeiz was ja zur damaligen Zeit hat man den Frauen einfach nicht zugetraut.

00:28:26: Ich würde mal sagen, fast in so einen eigenen Willen haben, irgendwas zu erreichen.

00:28:29: In eine Karriere zu starten?

00:28:30: Ja die Vorstellung vom Frauen-Sport war da auf jeden Fall sehr verkehrt und ja im Sommer ist sie dann fertig also genau ein Jahr später.

00:28:41: Und jetzt muss ich noch ein bisschen warten weil es du kannst natürlich auch nicht immer schwimmen Du musst immer so ein bisschen gucken Wind gezeiten Strömung das Wetter generell.

00:28:48: Also du kannst ja nicht einfach blindflug da ins Meer gehen und dann rüber.

00:28:51: du musst schon ein bisschen auf die richtigen Bedingungen warten.

00:28:54: Das muss schon zusammen passen.

00:28:56: Und ihr Team beobachtet halt die Wetterlage Tag für Tag, bis dann schließlich die Entscheidung fällt dass sie am Morgen des sechsten August nineteen sechsundzwanzig ins Wasser steigt und los schwimmt.

00:29:08: Noch bevor der Tag richtig begonnen hat steht Trudy an der französischen Küste beim Cup Grisnes.

00:29:15: auf der anderen Seite des Wassers liegt Elland.

00:29:18: das kann sich natürlich noch nicht sehen.

00:29:20: Sie ist gerade einmal, das muss man auch noch mal sagen.

00:29:22: Sie ist grade einmal zwanzig Jahre alt.

00:29:24: Ja?

00:29:25: Sie hat ein Jahr vorher bei diesem Versuch gescheitert und nun ist sie wieder da und ihr Körper wird dann für die lange Zeit im kalten Salzwasser vorbereitet.

00:29:34: Sie hat ihre Schwimmbrille auf und sie hat eine dicke Fettschicht aufgetragen.

00:29:39: Auf der Haut, warum hat man das gemacht, Mats diese Fettsschicht auf getragen?

00:29:42: Weil du halt im Kalbmasserschwimmen bist um dich vor der Kälte zu schützen.

00:29:45: Genau!

00:29:46: Und ja, neben ihr wartet das Begleitboot mit ihrem Trainer Thomas Burgess.

00:29:50: Den Helfern die dabei waren und ihn beobachtern... ...und ab da muss sie halt alleine dadurch, ne?

00:29:57: Weil Sie darf halt keiner berühren ist dafür keine Helfen nichts!

00:30:02: Und kurz nach sieben Uhr morgens geht's sie dann rein ins Wasser.

00:30:06: Es gibt keinen Startblock es gibt keine Tribüne es gibt kein Stadion Nur die französische Küste hinter hier und eine riesige wasserflächefeuer.

00:30:14: Ja und dann gehts sie ins Wasser Und ihr zweiter Versuch beginnt und sie schwimmt los.

00:30:21: Und auf dem Begleitboot beobachtet man beobachtet Burgies jede Bewegung von ihr, er weiß natürlich auch dass die ersten Stunden so ein bisschen täuschen können weil du halt natürlich in den ersten stunden einfach mehr Kraft hast.

00:30:32: jeder der so einen langen Ausdauerlauf mal irgendwie gemacht hat der weist das dass man sich am anfang immer noch da geht doch wirklich eigentlich ganz gut an.

00:30:39: und irgendwann Ja, irgendwann tut der Körper dann doch mehr weh und die Beine und die Lunge.

00:30:45: Und dann rudert natürlich der Kopf wie schon erwähnt auch ordentlich mit... ...und da kommt dann natürlich erst die eigentliche Herausforderung!

00:30:52: Und du hast es natürlich.

00:30:53: wenn du jetzt da schwimmst zieht dir natürlich auch eine extreme Kälte in die Muskeln.

00:30:58: Kann man sich viel vorstellen Thomas.

00:31:00: Stell dir mal vor du bist jetzt ein warmer Sommertag und du willst ne Abkühlung gehst in den Fünfzehn Grad kaltes Wasser.

00:31:05: Denkst erstmal gut angenehm kurze Abkühlungen.

00:31:09: So jetzt bleibst du aber vierzehn Stunden oder länger.

00:31:12: So, Wasser zieht dem Körper halt zwanzigmal schneller die Wärme aus dem Körper als Luft.

00:31:20: Das heißt sie muss den Muskeln machen irgendwann schneller zu, die Hautfekten anzubrennen von der Kälte und das Gehirn schaltet halt nach und nach immer wieder in diesen Notbetrieb und dann kann man zur Orientierungslosigkeit führen, zu Halluzinationen führen.

00:31:34: also sie ist nicht nur gegen so eine Strömung geschwommen sondern gegen ein Schleichendes Einfrieren ihres eigenen Körpers.

00:31:40: Also es ist wirklich unglaublich.

00:31:42: Ja, man muss sich... Man sagt so okay, man schwimmt da und jeder hat diese Vorstellung ich bin im Wasser becken und ich schwimme aber was das halt auch bedeutet in einem offenen Wassersichter zu befinden?

00:31:53: Und dass durchzuziehen über diese Distanz mit allem was dazugehört den ganzen Gezeiten Kälte

00:31:59: etc.,

00:32:00: Das ist eine ganz andere Dimension.

00:32:03: Wenn du körperlich so aktiv bist

00:32:05: und dann wird dir

00:32:06: ein Körper wieder immer kälter Ja, das kann man sich da gar nicht vorstellen.

00:32:12: Und die französische Küste verschwindet langsam hinterher?

00:32:15: Die ersten Stunden im Wasser liegen hier hinterher und jetzt beginnt der Ärmelkanal aber so langsam zu zeigen was er drauf hat.

00:32:23: Der Wind frischt auf, die See wird unruhiger, aber da passieren ja auch noch ein paar andere Sachen.

00:32:29: Genau du hast es ganz oft schon die Gezeiten genannt, aber was bedeutet das eigentlich überhaupt?

00:32:35: Was hat das für Auswirkungen?

00:32:37: Man denkt sich vielleicht okay, die geht ins Wasser.

00:32:39: Das ist ein ganz ruhiges Wasser und die kann da einfach so schwimmen in so ruhigem stehenden Wasser.

00:32:43: aber es ist nicht der Fall sondern sie schwimmt in einer ständig bewegenden Wassermasse.

00:32:50: das führt dann dazu dass ihr eine kleine S-Kurve quasi schwimmt weil der Amelkanal verbindet ja Atlantik und Nordsee und ca.

00:32:57: alle sechs Stunden wechselt die Strömungsrichtung.

00:33:01: das heißt du schwimmst wahrscheinlich immer In die eine und dann nach sechs Stunden so ein bisschen versetzt in die andere Richtung.

00:33:07: Also

00:33:07: mal wird es dort nach rechts getrieben, wenn die Strömung Richtung Nordsee geht... ...und dann nach sechstunden ungefähr kann noch ein bisschen länger dauern oder ein bisschen schneller gehen, dann wieder nach links.

00:33:19: Wenn die Strömmung quasi Richtung Atlantik geht!

00:33:22: Wenn du

00:33:22: aus Frankreich schwingst, das schwimmst?

00:33:24: Genau.

00:33:25: Das heißt, ich schwimmt wie gesagt zu einer S-Kurve und dadurch verlängert sich halt auch der Weg.

00:33:31: Ja, das ist ja auch noch nicht alles.

00:33:34: Die Wellen rollen auf sie zu, die heben ihren Körper an und lassen ihn wieder in die nächste Senke fallen.

00:33:40: Und aus diesem Kampf gegen die Entfernung wird dann auch noch dieser zusätzliche Kampf gegen Elemente.

00:33:45: Das Salzwasser schlägt ihr ins Gesicht.

00:33:47: Jeder Atemzug muss im richtigen Moment kommen und muss richtig gesetzt sein.

00:33:51: Deine Schultern fangen an wehzutun!

00:33:54: Dein Körper verbraucht halt so viel Energie und das Wasser bleibt auch dabei die ganze Zeit selbstverständlich unerbittig kalt, da kann es ja nix dran ändern.

00:34:01: Und man versucht sie natürlich dann vom Begleitboot aus sagen wir mal bestmöglich zu betreuen.

00:34:06: also man reicht ihr dann immer irgendwie Nahrung an.

00:34:10: Ich habe das vorhin kurz mit der Brühe aber sie hat ich glaube ich noch was genommen.

00:34:14: Also sie hatte hauptsächlich so Zucker also Ananas und sowas in Brühen bekommen.

00:34:18: Sie war aber auch Als kleiner Effekt noch mittlerweile so paranoid, dass sie ja dachte das oder... ...dass sie sich sicher war, dass die vergiftet wurde im ersten Versuch.

00:34:28: Ja!

00:34:29: Dass sie ausschließlich ihre Schwester damit beauftragt hat, dass Sie das Essen macht.

00:34:34: Also sie hat niemandem anderen vertraut außer ihrer Schwester, dass ihr das Essen zubereitet.

00:34:39: Und wie haben die das?

00:34:40: Wie haben die es hier verabreicht?

00:34:42: also wir haben dir das gegeben, die durften die ja nicht berühren

00:34:45: und ich darf mich auch nicht am Boot festhalten.

00:34:48: Es war alles ziemlich improvisiert.

00:34:50: Die haben zum Beispiel um mir die Brühe zu geben, haben sie in so eine Babyflasche

00:34:54: gefüllt,

00:34:55: haben sich ein Netz gepackt und haben ihn dann am Boot runtergelassen und stand an dem Wasser auf der Stelle geschwommen und hat dann die Flasche aus dem Netz geholt, hat die Brühre getrunken wieder ins Netz rein wurde wieder hochgezogen und ist weitergeschwommen.

00:35:10: Die

00:35:10: muss ja auch ne kleine Pause irgendwie zumindest grob gemacht haben, dass die mal kurz was... oder ist die dabei weiter geschwommen?

00:35:15: Weißt du das?

00:35:15: Nee, es hat quasi auf der Stelle lang gestrompt.

00:35:18: Sonst gehst du ja unter, ne?

00:35:19: Also siehst dann quasi aus der Kette zum Rohn und eben die Brühe

00:35:22: trinken.

00:35:22: Ja okay, also ich bin kurz aufgeladen und dann ging es weiter.

00:35:25: Sonst kommt's ja völlig aus dem Rhythmus.

00:35:27: Aber trotzdem musst du ja wieder einen Rhythmuss finden wenn du so eine kurze Pause hast um was zu trinken.

00:35:34: Mit der Zeit wird dann die Lage auf dem Boot auch so zunehmend angespannter weil die Bedingungen werden immer schlechter Und der Burgess beobachtet seine Schwimmerin halt wirklich sehr akribisch und genau.

00:35:46: Und irgendwann kommt dann wieder diese Frage auf dem Boot, die sie natürlich überhaupt wieder nicht hören will.

00:35:54: Ob Sie diesen Versuch nicht dann doch abbrechen soll?

00:35:57: Es ist nämlich eigentlich eine ähnliche Situation wie im Vorjahr.

00:36:01: Ihr damaliger Coach hat damals die Entscheidung getroffen und diesmal ist es aber anders weil sie hat unmissverständlich klargemacht, schwimmen und solange sie selber schwimmen kann, wird sie nicht aus dem Wasser kommen.

00:36:13: Ja, sie hat das angeordnet bevor sie das rennen gestartet hat dass die wirklich nur Aus dem wasser geholt werden will wenn sie es selber darum bittet.

00:36:21: ja also sie muss quasi sagen okay hallo

00:36:23: jetzt gar nicht mehr oder

00:36:25: ich gehe raus.

00:36:26: so das tut sich nicht.

00:36:27: sie zieht also weiter.

00:36:29: ne Sie macht einfach weiter damit stunde für stunde Und am horizont.

00:36:34: so langsam wird die englische Küste ein bisschen deutlicher, zeichnet sich ein bisschen ab.

00:36:40: Und nach all diesen Stunden hat man halt dann... ich glaube das hilft natürlich auch trotzdem, auch wenn es dann immer noch weit ist.

00:36:44: Ja weißt du

00:36:45: irgendwie lang sie da schon im Wasser ist?

00:36:47: Nee weiß ich nicht!

00:36:48: Also als ihr die küsst, das erste Mal sehtest du sicher schon elf Stunden im Wasser.

00:36:52: Elf?

00:36:53: Elf plus minus.

00:36:57: Es

00:36:58: ist echt lange.

00:36:59: Das ist wirklich lange, vorallem ist es ja auch kalt.

00:37:01: also es ist wirklich kalt.

00:37:01: Ja fünfzehn Grad.

00:37:02: Da haben wir jetzt zwar schon zwanzig mal gesagt aber es ist.

00:37:05: Aber jetzt sieht sie so langsam zumindest mal ein bisschen Küste.

00:37:10: Sie sieht das dann tatsächlich und das kennt man, wenn man dann irgendwie das Ziel sieht wird es motiviert zumindest oder kann man sich zumindest wahrscheinlich eher vorstellen...

00:37:19: Wie das Licht am Ende des Tunnels raumt?

00:37:21: Das ist jetzt

00:37:22: sehr wunderbar Mats!

00:37:24: Das ist sehr gut ausgedrückt.

00:37:26: Und auch an der Küste worauf sie ja jetzt zu schwimmt hat sich inzwischen herum gesprochen was da draußen im Wasser passiert.

00:37:33: Die Menschen kommen auf einmal zur Küste und sie warten in der Nähe von King's Down and Kent.

00:37:38: Reporter sind dabei, Neugierige sind dabei.

00:37:41: Menschen die einfach nur erleben wollen ob sie diese junge Amerikanerin das tatsächlich schafft was vorher noch keine einzigen Frau gelungen ist.

00:37:49: Und als es dunkler wird leuchten die Scheinwerfer und Lichter vom Ufer und für sie wird das halt so ein Orientierungspunkt.

00:37:55: und ja man könnte jetzt sagen England wartet auf.

00:37:58: Sie finde ich

00:37:59: jetzt bisschen normal.

00:38:01: Irgendwie stimmt es ja.

00:38:03: Und jetzt kommt auch noch was Lustiges.

00:38:06: Der bestehende Männerrekord für die Kanalüberquerung lag bei sechzehn Stunden und drein-dreißig Minuten, und schon in diesem Moment wo sie aber die Küste noch nicht erreicht zeichnet sich so ein bisschen ab... Oh, Moment mal!

00:38:19: Die ist ja sogar deutlich schneller unterwegs.

00:38:24: Das ist natürlich dann nicht nur die Frage wird sie der erste Frau sein, die das packt sondern wie schnell ist die eigentlich?

00:38:31: Also wird sie eventuell sogar schneller sein, wonach es da in dem Moment aussieht.

00:38:35: Ist natürlich noch nicht sicher weil da kann natürlich jederzeit alles passieren und die letzten Meter sind auch nochmal sehr mühsam, weil im flachen Wasser hinterher... Da brechen natürlich die Wellen und nach vierzehn Stunden Dauerbelastung muss Edda halt weiter gegen die Brandungen arbeiten aber Sie erreicht den Strand!

00:38:51: Sie steht dann auf dem Strand in England Nach vierzehnt Stunden und einunddreißig Minuten Kanal durchschwommen.

00:39:01: und sie ist nicht nur die erste frau der das gelingt Sondern was es halt noch viel außergewöhnlicher macht, ist Sie unterbietet die bisherige bestzeit eines mannes um ungefähr zwei stunden.

00:39:15: Ja

00:39:16: Und allein dass eine frau diese herausforderung bewältigt ist ja schon für viele experten irgendwie kaum erträglich.

00:39:23: also das können die wahrscheinlich schon schwer schwer verpacken aber

00:39:28: Dass er auch noch viel schneller

00:39:29: ist.

00:39:31: Und die ist ja auch aufgrund des...

00:39:33: Als Arme-Männer vor ihr!

00:39:35: Das ist so geil, wie gut ist das?

00:39:37: Ja, es war echt klasse und wir haben jetzt schon gerade angesprochen mit der Strömung dass die Strecke dann nicht vierunddreißig Kilometer war sondern sie ist am Ende sechsundfünfzig Kilometer geschwommen.

00:39:49: also nochmal schön knackig zweiundzwanzig Kilometern mehr

00:39:53: Wahnsinn und trotzdem

00:39:56: schneller

00:39:57: Wahnsinn ist es

00:39:58: wirklich unglaublich.

00:39:59: Was

00:39:59: ist das für ein geiler Moment, dass du dann da stehst und hast das geschafft?

00:40:03: Beim zweiten Versuch übrigens die anderen Leute, die das geschafft haben vorher die Männer.

00:40:06: der eine der coach wird ja auch sechzehn versuche gebraucht.

00:40:09: sie schafft beim zweiten

00:40:10: Ja und isst zwei stunden schneller als alle nänner

00:40:13: Geistes krank und Da ist natürlich jetzt innerhalb weniger stunden ist ihr halt so berühmt weltweit.

00:40:23: ja sie wird halt sofort zu national Helden.

00:40:27: Ja, kann man auch... Sie kehrt dann nachdem sie das geschafft hat, kehrts sich zurück in die Vereinigten Staaten und die kriegt da einen Empfang der sich gewaschen hat ne?

00:40:36: Also die wird in New York empfangen.

00:40:37: Da gibt

00:40:38: es auch Bilder von online.

00:40:39: Kann man sich mal angucken was da los ist.

00:40:40: Sie

00:40:40: sieht geisteskranker geil aus!

00:40:43: Und dann kommt sie da an und sie kriegt halt so ein Empfang den normalerweise eigentlich nur Staatsmänner Militärhelden oder halt große Persönlichkeiten des Landes bekommen.

00:40:54: Dann riesen Konfetti-Parade und sie fährt dann durch diesen sogenannten Canyon of Heroes on Broadway.

00:41:01: Die Straßen sind da rappel voll, aus den Fenstern schmeißen die halt alle Papier... ...und alle wollen irgendwie einen Blick auf diese zwanzigjährige Schwimmerin werfen.

00:41:12: Kann man auch verstehen weil das ist zur damaligen Zeit so ein Riesending!

00:41:19: Das ist ja riesig, riesengroß.

00:41:22: Es gibt keine genaue Anzahl jetzt irgendwie, wie viele Leute sie da empfangen haben oder wie viele Menschen da gekommen sind.

00:41:29: Aber es waren auf jeden Fall hunderttausende und das muss ja auch komplett surreal wirken.

00:41:37: Der amerikanische Präsent ist natürlich dann auch da, Calvin Coolidge empfängt sie da auch und der hat sich dann irgendwann bezeichnet als America's best girl.

00:41:48: Klingt jetzt ein bisschen komisch finde ich

00:41:50: Aber

00:41:52: für damalige Zeit zeigte das halt welchen Stellenwert dieser Erfolg hatte.

00:41:58: Und sie ist jetzt nicht mehr nur schwimmeren, sondern sie wird als wirklich zu einem Symbol Für diese neue Generation junger Frauen und Sie hat damit auch ein bisschen was verändert also nicht bisschen sehr damit viel verändern.

00:42:12: Sie hat in den neunzehnundzwanziger Jahren hat sich da wirklich richtig Eindruck mit hinterlassen Weil Frauen haben auch da seit ganz wenigen Jahren erst landesweit das Wahlrecht.

00:42:23: Kleidung, Berufsbilder und gesellschaftliche Rollen beginnen sich dann auch so ein bisschen zu wandeln weil natürlich dann auch das zieht sich halt auch so'n bisschen dann durch ne?

00:42:31: Weil dann kriegen ja wahrscheinlich viele Frauen mehr Confidenz und dann sehen sie das okay krass guck mal was die da gemacht hat.

00:42:37: können wir mal ein bisschen ein bisschen konfident auftreten was ja super ist!

00:42:41: Und diese junge Frau steht da jetzt Die hat eine der härtesten Ausdauerleistungen, der Sportwelt vollbracht.

00:42:48: Schneller als jeder Typ vor ihr und das liefert halt ein Bild.

00:42:54: und dass dieses Bild ist viel stärker als jede Debatte die du führen könntest oder jede Diskussion weil es einfach... Du hast das einfach gemacht!

00:43:03: Und da kann ja auch keiner sagen ne is so nicht.

00:43:05: und dies und das diese ganze Umfehle so viele Reiter sondern sie sagt guck mal hier geht Geile Geschichte, Hammer.

00:43:12: Und sie hat halt nicht darüber geredet ob Frauen körperlich zu solchen Leistungen fähig sind sondern Sie hat es gezeigt

00:43:19: ja

00:43:20: absolut und das ist schon Das ist einfach einfach toll.

00:43:26: solche solche Geschichten für die leben wir.

00:43:29: Ja was passierte nach Nach ihrer Ermel Kanal Überquerung?

00:43:36: Ja damit war eigentlich ihre sportliche Karriere vorbei.

00:43:41: Also sie hat dann viel Geld verdient, indem sie öffentlich aufgetreten ist und Schimpfschaus und sowas gemacht hat.

00:43:48: Und wir haben ja schon mal gesagt, dass hier immer wieder Probleme hatte mit ihrem Gehör...

00:43:52: Ja!

00:43:53: ...und auch durch die Ärmerkanale quer mit dem kalten Wasser haben sich die Hörprobleme immer mehr verschlechtert.

00:44:00: Und in den vierziger Jahren war sie dann nahezu vollständig taub und hat sich dann immer stärker aus der Öffentlichkeitsrückung... Hat

00:44:08: es ja auch einen sehr hohen Preis gezahlt an Daphiona?

00:44:11: dass wirklich dann trotzdem da durchzugehen und das dann trotzdem auch irgendwie.

00:44:14: man nimmt es ja trotzdem in Kauf vielleicht hofft man irgendwie okay, vielleicht wird's nicht ganz so schlimm.

00:44:18: Und das ist bei mir irgendwie packe ich doch aber schon finde ich ein krasser Preis den man dann bezahlt trotzdem.

00:44:24: Ja sie hatte dann noch im neunzehnt Anfang der dreißiger einen schweren Unfall ist eine Treppe runter gefallen hat sich an der Webelsäule verletzt und Da haben auch die Ärzte gezweifelt ob sie jemand wieder richtig laufen kann Hat sie aber geschafft und konnte auch am ende wider schwimmen.

00:44:40: Sie hat dann viel Zeit damit verbracht, gehörlosen Kindern schwimmen beizubringen was ich wirklich toll finde.

00:44:48: Und ja sie hat dann nie geheiratet hatte keine Kinder.

00:44:54: Hat später relativ zurückgezogen in New York gelebt und ist am dreißigsten November zwei tausend drei mit achtund

00:45:02: neunzig

00:45:03: in einem Pflegeheim in New Jersey Gestorben.

00:45:07: also

00:45:07: nicht schön, dass die gestorben ist.

00:45:09: Schön das sie so alt geworden ist.

00:45:11: Genau

00:45:11: und der der Rekord, den Sie damals aufgestellt hat er fast fünfundzwanzig Jahre gehalten.

00:45:16: erst neunzwundfünfzig ist eine schwimmerin namens Florence Schädwig schneller gewesen.

00:45:23: Wahnsinn was für eine Frau!

00:45:25: Was für ein langes und auch außergewöhnliches Leben wenn man sich das noch mal vor Augen führt was die da eigentlich... gemacht hat auch gerade für Frauen in der damaligen Welt, was das bedeutet haben muss.

00:45:38: Weil sie hat ja wirklich dieses Bild der körperlich schwachen Frau einfach komplett wiederlegt.

00:45:46: Sie hat damit zum ersten Mal so weiblichen Leistungssport viel populärer gemacht.

00:45:53: Den Schwimmsport hat sich auch tatsächlich ein bisschen verändert weil ich glaube ihr Badeanzug war auch ein bisschen zweiteilig geschnitten und das gab es wohl glaub ich auch noch nicht so richtig und durch ihren schnelleren graustil hat sie da auch viel beeinflusst.

00:46:06: aber was natürlich extrem hängen bleibt ist wirklich dass die für den frauensport wirklich so ein, das ja wie so einen komplett symbolischer Durchbruch.

00:46:15: Und sie hat ja diese von der gesellschaft festgezurten Grenzen, diese vermeidlichen grenzen die man da setzt, die hat sich ja komplett also massiv verschoben.

00:46:26: Das muss man erst mal schaffen in so einer Welt, in der damals die Menschen gelebt haben.

00:46:33: Ja auf jeden Fall unfassbarer Willenstärke.

00:46:35: also sich überhaupt zu einem Ziel zu setzen als Frau in eine damaligen Zahl war bestimmt nicht einfach und die Wettwaschheit bestimmt das wissen wir nicht viel Kritik bekommen haben am Anfang oder wie wir es sich lustig gemacht haben oder was auch immer.

00:46:48: Immer

00:46:48: wieder dieses Kleindrücken wahrscheinlich genau wieder von oben drauf und immer wieder hier.

00:46:52: Du bist ne Frau du kannst das eh nicht.

00:46:54: uns dann allen zu zeigen ist wirklich wie geil ist es?

00:46:57: Hammer!

00:46:57: Das ist wirklich wieder so eine Geschichte, der schritt fast nur der Sport.

00:47:03: Genau deshalb gibt es ja auch unseren Podcast für solche Stories die wir richtig geil finden und ich hoffe dann auch unsere Zuhörer motiviert

00:47:10: mich auch schon wieder für die nächste Folge.

00:47:12: einfach direkt die nächste Geschichte hinterher.

00:47:14: mega Ja Wir wünschen euch ne schöne Restwoche Und wir hören uns nächsten Donnerstag.

00:47:20: genau

00:47:21: so geht's weiter.

00:47:21: haltet durch

00:47:22: bis dann.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.